E-Antrieb ist nicht gleich E-Antrieb. Wer sich mit dem Thema näher befasst, wird feststellen, dass immer wieder die Rede von PHEV, Voll- oder Mild-Hybrid ist. Die Unterschiede sind aber groß und der Weg bis zum reinen elektrischen Fahren bisweilen ein weiter …
Mild-Hybrid:
Bei dieser Kombination aus Benzinmotor und E-Antrieb unterstützt ein Startergenerator den Verbrenner beim Beschleunigen oder Zwischenspurt. Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen und in der Batterie gespeichert. Damit werden alle elektrischen Systeme versorgt. Ein Aufladen der Batterie ist nicht möglich. Die Ersparnis gegenüber einem normalen Benziner liegt bei höchstens 15 Prozent.
Voll-Hybrid:
Hier ist eine Hochvoltbatterie mit (mindestens) einem Elektromotor gekoppelt. Das Fahrzeug wird bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h rein elektrisch vorangetrieben; bedeutet in der Praxis, dass ein Voll-Hybrid-Auto im Stadtverkehr so gut wie keinen Kraftstoff verbraucht. Die Batterie kann auch hier nicht via Leitung aus der Wallbox aufgeladen werden; der E-Motor speist die Batterie mit der Energierückgewinnung. Diese auch als Rekuperation bezeichnete Methode ist das Auffangen von Power, vor allem beim Bremsen. Ein Voll-Hybrid spart laut Expertenangaben etwa 25 bis 30 Prozent Benzin.
Plug-in-Hybrid (PHEV):
Hier handelt es sich um eine E-Motor-Variante, die via Stecker aus einer externen Stromquelle gespeist werden kann. Zu Hause erledigt das am besten die Wallbox, unterwegs die öffentlichen Ladestationen. PHEV steht für „Plug-in-Hybrid Electric Vehicle“. Plug-in-Hybride sind Fahrzeuge, die nicht reine Stromer sind, sondern noch einen Verbrennungsmotor haben. Der schaltet sich nur ein, wenn die Power des eigentlich schon sehr kräftigen E-Motors bei hoher Belastung nicht mehr ausreicht oder der Akku leer ist. Kraftstoffersparnis? Bis zu 70 Prozent!
E-Auto:
Beim E-Auto ist der Antrieb rein elektrisch. Reine E-Autos werden an der Steckdose geladen, also an der Wallbox und öffentlichen Ladestationen. Unter Voraussetzung von Idealbedingungen sprechen Experten mittlerweile davon, dass die durchschnittliche Reichweite einer Ladung bei rund 400 Kilometern liegt. Die Reichweiten steigen – und je höher der Anschaffungspreis, desto größer die Batteriekapazität.
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