Wie uns der Schatten Sonne schenkt

Hitzetage unter einem schützenden Blätterdach cooler genießen

Die prachtvollsten Stauden, der grünste Rasen, das schönste Blumenbeet ist wenig wert, wenn wir nicht im Schatten des Hausbaums von diesen sonnigen Aussichten kosten könnten. Einfaltspinsel ziehen dunkle Kunststoffzäune um ihr scheintotes Grundstück und pflanzen sich mit Ausnahme schlechter Laune nichts, was den Garten lebenswert macht. Selbst in gewachsenen Wohngebieten wird nach Besitzerwechsel im Bestand oft maximal abgeholzt. Bäume, über Jahrzehnte gewachsen, weichen einer langweiligen Grasfläche, die bei zu viel Hitze verbrennt. Und dann? Dann folgt die Ratlosigkeit …

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Wer Gehölze als Grundgerüst des Gartens anzuerkennen weiß, wird mit seinem grünen Wohnzimmer glücklich. Schirme nützen nicht, wenn‘s darum geht, sich gegen die Hitze zu wappnen; sie nützen noch weniger, wenn Flair entstehen soll. Neben unterschiedlichen Blütensträuchern als Insektenverführer nimmt deshalb vor allem der Hausbaum eine zentrale Stellung ein. Ob Apfel- oder Birnbaum, ob Catalpa, Walnuss oder Amberbaum: Aus dem Schatten des schützenden Blätterdachs heraus lässt sich die Sommersonne sprichwörtlich cooler genießen. Ambiente entsteht durch Vielfalt; Gehölze schaffen diese Vielfalt, die aber auch schon mit kleinen Maßnahmen beginnt, ganz abgesehen von den großen Pflanzen. Wie eine über Wochen nicht gemähte Insel in der Rasenfläche für Atmosphäre sorgt, ist jedenfalls überaus erstaunlich. Wer sich darüber auch freut, sind Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, die auf Gänseblümchen, Löwenzahn und Rotklee landen. Einfach mal ausprobieren.