Kochen, tratschen, glücklich sein

Stil und Raum: Die Küchenmöbeltrends des Jahres 2026

Helle Töne, runde Formen und natürliche Materialien: Auf den Herbst- und Hausmessen haben die deutschen Küchenmöbelhersteller viele neue Ideen für eine wohnliche Küchengestaltung präsentiert.„Mit den innovativen Einrichtungskonzepten unserer Branche nimmt der Stellenwert der Küche als kommunikativer, multifunktionaler Mittelpunkt weiter zu“, sagt Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie.

Die Küche sei heute ein Ausdruck des persönlichen Lebensstils. Längst diene sie nicht nur zum Kochen, sondern auch als Treffpunkt, zum Feiern, für Hausaufgaben und als Homeoffice. Warme, helle Farben und natürliche Materialien bestimmen das Bild. Sie sorgen für eine wohnliche Atmosphäre. Besonders häufig finden sich in den neuen Kollektionen naturnahe Töne wie Beige, Cremeweiß, Sandgrau oder Grün. Farbige Akzente lassen sich mit zarten Pastelltönen setzen. Die hellen, matten Lackfronten werden mit ruhigen Holzoptiken kombiniert, sei es als Dekore, als Furniere oder Massivholz. Neu ist eine Holzfurnierfront im Stil des Wiener Geflechts. Die traditionelle Flechtoptik wird mit höchster Präzision in die Front geprägt. Für Schrankfronten verstärkt zum Einsatz kommt das überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen bestehende Linoleum, das ebenfalls mit Prägungen versehen wird. Beliebt sind auch Naturstein sowie dessen Nachbildungen, etwa des Süßwasserkalksteins Travertin.

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Und zu alledem innovative Stauraumkonzepte

Runde Konturen halten verstärkt Einzug in die Küche. Die weichen Formen sorgen für eine einladende Stimmung und ein harmonisches Gesamtbild. So werden Kücheninseln oder Küchenzeilen mit abgerundeten Ecken versehen. Geselligkeit ermöglichen runde Ansatztische und abgerundete Aufsatzplatten für die Kücheninsel. Mit den Rundwangen lässt sich der Übergang von der offenen Küche in den Ess- und Wohnbereich besonders harmonisch gestalten. Stark im Kommen befindet sich der Japandi-Stil, der die schlichte Eleganz Japans mit der gemütlichen Funktionalität Skandinaviens verbindet. Kennzeichnend sind eine reduzierte Formensprache – etwa mit grifflosen, filigranen Rahmenfronten –, natürliche Materialien, helle Farben, warme Holztöne und offene Regale. Klare Linien werden mit sanften Rundungen kombiniert. In der Praxis sind die Grenzen zu weiteren beliebten Designrichtungen wie Skandi, modernem Landhaus oder Minimalismus fließend.

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Runde Konturen für eine einladende Atmosphäre

Immer ausgefeilter werden die Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Geschirr, Vorräten und Kochutensilien – auch mit Blick auf besonders angesagte Küchengeräte. So lassen sich eine Multifunktionsküchenmaschine oder eine Heißluftfritteuse neuerdings in einem speziellen Unterschrank verstauen und dank einer Ausschwenkmechanik auf einem stark belastbaren Tablar direkt auf Arbeitshöhe bringen. Auch für Hoch- und Buffetschränke sind ausziehbare Tablare erhältlich. Bei Schubladen oder Vorrats- und Eckschränken sorgen moderne Auszugssysteme ebenfalls dafür, dass Küchenutensilien immer griffbereit und gut sortiert sind. Eine elegante, platzsparende Lösung bieten Falt-Einschiebetüren, hinter denen sich Küchenzeilen oder Hauswirtschaftsbereiche verbergen lassen.Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt übrigens auch in der Küche stark in Bedeutung. Zunehmend finden recycelte Materialien Verwendung, etwa Kunststoffrezyklate für Fronten oder Innenausstattungen sowie Spanplatten mit einem hohen Anteil an Recyclingholz. fähig gebautes Haus heute bereits künftige Umweltstandards, was die langfristige Wertbeständigkeit der Immobilie sichert.