Blüte, Trieb und Frucht: Gehölze jetzt düngen

Von März bis Mai ist die beste Zeit dafür / Kein Stickstoff nach August

Von Jens F. Meyer

Oft vergessen, selten nachgeholt: Auch Gehölze, die bereits einige Jahre auf der Rinde haben, benötigen Dünger. Jetzt, da sie blühen und – im Fall von Obstbäumen und -sträuchern – das Blütenkleid tragen, das in wenigen Wochen den Fruchtansatz trägt (beim Birnbaum in aller Regel schon geschehen), ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um ihnen mit bestimmten Düngern mal unter die Wurzeln zu greifen.

Grundsätzlich ist die Hauptdüngung von März bis Mai, wenn die frostfreie Zeit angebrochen ist, die wichtigste von allen. Von Blaukorn oder dergleichen ist eher abzuraten; wer damit überdüngt, schädigt die Pflanzen. Bevorzugt werden sollten deshalb zunächst einmal Kompost oder Hornspäne, also organische Dünger, die grundsätzlich den Boden verbessern. Wer nach schnelleren Erfolgen trachtet, verwendet Flüssigdünger, der im Gießwasser dosiert schneller an die Wurzeln gelangt, sodass die Pflanzen ihn auch schneller aufnehmen können. Eine Langzeitwirkung ist allerdings dadurch nicht gegeben; sie wird erst durch organischen Langzeitdünger erzielt. Mehr Informationen und Produkte hält dazu der Fachhandel bereit.

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Mit der Frühlingsdüngung ist das Prozedere nicht abgeschlossen. Eine zweite Düngung empfiehlt sich noch einmal in der zweiten Jahreshälfte. Nach August sollten stickstoffbetonte Dünger allerdings nicht mehr ausgebracht werden, denn Stickstoff fördert das Wachstum, sorgt also noch dann für weiche Neutriebe in einer Zeit, in der sich das Gehölz eigentlich auf die kalte Jahreszeit schon vorbereitet. De facto können Frostschäden entstehen. Gerade in oder nach der Erntezeit sollte es nur darum gehen, den Boden zu verbessern, damit das Gehölz einen guten Start im neuen Jahr hat. Eine Schicht Kompost ist schon mal ein Anfang.

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