Die Besten fürs Blühfinale

Der Spätsommer ist immer eine Herausforderung, denn nur die richtige Pflanzenauswahl taucht auch ihn in Farbe

VON JENS F. MEYER

Für erfahrene Gartenbesitzer mag die Auswahl der Pflanzen, die bis zum Herbst blühen, ja vielleicht nur eine Nuance sein. Grundsätzlich aber muss festgestellt werden: Wer sich auch Ende August und im September über reichhaltigen Flor freuen möchte, sollte auf spät blühende Stauden großen Wert legen. Und zwar solche, die mit veränderten klimatischen Bedingungen gut zurechtkommen.

Exklusive Anzeigen aus der Printausgabe

Der Rudbeckia-Sonnenhut ist eine gute Wahl. Seine Heimat ist die Prärie Nordamerikas. Zwar ist ‚Goldsturm‘, Sortenzüchtung des visionären Staudengärtners Karl Foerster, hervorragend, doch die Wild- und Unterart Rudbeckia fulgida var. deamii eignet sich für trockene Lagen besser und blüht länger. Spätes Farbenglück bescheren uns ebenso die Fetthennen (Sedum), hier ist auf die hohen Sorten ‚Brilliant‘, ‚Matrona‘ und ‚Stardust‘ (strahlend weiß!) Verlass. Auch die Sonnenbräute (Helenium), zum Beispiel ‚Baudirektor Linne‘ (rotbraun), ‚Kanaria‘ (hellgelb) und das in Hameln gezüchtete ‚Wesergold‘ (goldgelb mit brauner Mitte) versüßen das Bild des frühherbstlichen Gartens. Für überreichen Blütenstrudel sorgt ab Mai bis zum Oktober unerlässlich die Schönaster (Kalimeris), zum Beispiel als ‚Blue Star‘ (hellblau) oder ‚Madiva‘ (weiß-hellviolett), die vom Bund Deutscher Staudenzüchter nicht ohne Grund zur Staude des Jahres 2026 gekürt wurde. Robust und pflegeleicht. Feuchte und ein wenig gärtnerische Finesse sind hingegen nötig, wenn die Silberkerzen (Cimicifuga) ihre duftenden, weißen Lanzen und die Ligularien (Sortentipp: ‚Othello‘) ihren gelben Blütenreichtum entwickeln sollen. Das geht vermutlich nicht immer ohne zusätzliches Gießen, von Zeit zu Zeit im Hochsommer. Dann aber: unendliche Grazie!

Exklusive Anzeigen aus der Printausgabe