Egal ob selbstverschuldet, unverschuldet, im In- oder Ausland: Ein Unfall ist eine heikle Angelegenheit und mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten verbunden. Um sich unnötigen Ärger zu ersparen, rät die Prüfgesellschaft Dekra, den Unfallhergang in Ruhe zu konstruieren und Hilfe herbeizuholen.
Zuerst sollten alle für die Schadensabwicklung notwendigen Informationen und Beweise an der Unfallstelle gesichert werden – unabhängig von der Schuldfrage und dem Land, in dem der Unfall passiert ist. Das bedeutet:
- Fotografieren Sie den Unfallort und die beteiligten Fahrzeuge.
- Machen Sie neben Übersichtsfotos auch Detailfotos von den entstandenen Schäden.
- Fertigen Sie eine Unfallskizze an.
- Achten Sie auf Bremsspuren und Flüssigkeitsaustritte.
- Falls erforderlich, rufen Sie die Polizei. Dies sollte immer dann der Fall sein, wenn Personen verletzt wurden oder ein hoher Sachschaden entstanden ist. Auch bei Verdacht auf Straftaten wie zum Beispiel Unfallflucht, Missbrauch von Alkohol oder Drogen sowie bei einer unklaren Sachlage sollte die Polizei verständigt werden.
- Notieren Sie sich die amtlichen Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge, Namen und Anschriften der Unfallgegner, Versicherungsgesellschaften der Unfallgegner sowie Namen und Anschriften von Zeugen.


