
SUV – für die Marke Škoda ist diese Gattung Automobil Lebenselixier. Allem Anschein nach wird nicht lange gefackelt, neue Modelle aus dem Hut zu zaubern. Mit Elroq, Enyaq und ab Sommer/Herbst Peaq rauschen dann drei reine E-SUV über die Straßen Europas. Dass demgegenüber die drei Benzin- beziehungsweise Hybrid-Modelle Kamiq. Karoq und Kodiaq als wohlgeformte und seit Jahren beliebte SUVs weiter hoch in der Gunst von Käufern und Fahrern stehen, liegt definitiv an ihrer Klasse. Weshalb es wenig verwundert, dass alle Modellnamen – so seltsam sie uns erscheinen mögen – mit dem Buchstaben q enden. Q wie Qualität.
Bei aller Bescheidenheit, die der tschechische Hersteller nach wie vor ausstrahlt, ohne sein Licht unter den Scheffel zu stellen, muss man objektiv feststellen, dass hier keine Billigheimer aus Osteuropa mehr vorfahren, sondern die 30.000-Euro-Marke selbst in kleineren Klassen schnell geknackt wird – dass aber andererseits das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich sehr gut ist. Obwohl nun – nicht allein der Blockade in der Straße von Hormus wegen – die E-Mobilität neuen Schwung zu erhalten scheint, ist das Interesse gerade an den beiden Modellen Kamiq und Karoq nach wie vor groß.
Kamiq. Karoq. Caramba!
Kamiq. Karoq. Caramba! – Mit den beiden kleineren der drei nach guter alter Benziner-Sitte angetriebenen Verbrenner-SUVs ist Škoda voll in der Spur. Im Verlauf der Transformation vom Suchenden zum Findenden hat sich schon mancher Kunde gegen den bolidhaften Kodiaq und für eine Nummer kleiner entschieden. Kamiq oder Karoq – das ist dann keine wirkliche Raumfrage mehr, sondern eine Bauchentscheidung. Stylisher wirkt der Kamiq. Mal einsteigen.
Ja, sitzt sich gut. Anschmiegsames Gestühl, vorne wie im Back Office. Fast wie ein Maßanzug. Kniefreiheit auf den hinteren Plätzen genügend vorhanden, auch für Große, die dabei ihre Rübe nicht zwischen den Schultern versenken müssen. Die Konstrukteure haben es geschafft, einem normalen SUV-Kaliber eine größere Dimension einzuverleiben, größer jedenfalls, als man sie vermutet. Und erst die Sträßchen ohne Mittelstreifen mit ihren Kurven und Knicken, die die verspielte Landschaft im Weserbergland bietet und die die Fahrfreude befeuert, zeigen, dass dieses kernige Kerlchen, obwohl in der Klasse mit den drei großen Buchstaben geboren, normalen Ausmaßes ist und die Sache mit dem Fahren einfach macht; selbst wenn auf’m Lande ein übergroßer Trecker entgegenkommt, bleibt die Lage entspannt.
Genug Raum für Familie und Freizeit.
Bleibt sie im Karoq aber ebenfalls. Denn auch hier: kein Auto, das fettleibig die ganze Straße füllt. Ein SUV mit reichlich Platz, ohne ein Platzhirsch sein zu wollen. Genug Raum für Familie und Freizeit. Dazu chic und schnell, wenn man ihn so ordern will: Die Sportline-Variante ist jedenfalls das Topmodell des Karoq. Mit Ausnahme des 1,0 TSI stehen alle Motoren der Baureihe zur Wahl. Exklusiv dem Škoda Karoq Sportline vorbehalten ist der 2,0-TSI-Benziner mit 140 kW (190 PS), der serienmäßig mit 7-Gang-DSG und Allradantrieb antritt. Das Exterieur des sportlichen Topmodells kennzeichnen zahlreiche schwarze Akzente, exklusive Leichtmetallräder und Sportline-Plaketten. Auch im Interieur dominiert sportliches Schwarz.

