Überglücklich unter Tage

Das Besucherbergwerk in Osterwald erwacht

Einen ersten Vorgeschmack auf die neue Saison im Besucherbergwerk Osterwald gab es am vergangenen Sonntag, als der Bergmannsverein sich und seine vielfältigen Aufgaben im Bergwerk sowie im zugehörigen Museum mit einer besonderen Aktion vorstellte. Es ist – obwohl der Hüttenstollen offiziell erst wieder ab April besucht werden kann – ein Auftakt für Interessierte, die 2026 mal „abtauchen“ möchten in eine andere Welt.

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Und diese Welt – die Welt abseits des Tageslichts, wo es tröpfelt und schallt und der Schweiß und die Mühen der Arbeiter von einst noch spürbar sind – halten Ehrenamtliche mit ihren vielfältigen Tätigkeiten am Leben. Da ist also nicht nur die Möglichkeit, bei einer Führung durch die Bergbaugeschichte zu schreiten, sondern sich auch im sehr informativen Museum über das ehemalige Bergwerk, seine Bedeutung für die Region und die Gewerbegeschichte Osterwalds umfassend zu informieren. Denn am Osterwald ging der Bergbau von 1585 bis 1926 um. Der Hüttenstollen wurde ab 1842 aufgefahren. Heute ist er ein Besucherbergwerk, das Einblicke in eine faszinierende Welt unter Tage bietet. Die Geschichte des Steinkohlenbergbaus, die Arbeitsbedingungen der Bergleute im 19. Jahrhundert, 145 Millionen Jahre Erdgeschichte, all das wird lebendig während einer Führung durch den Hüttenstollen.

Jetzt also schon mal ein paar mögliche Termine im eigenen Kalender in Augenschein nehmen, um dann im Frühling oder Sommer „einzufahren“ in Osterwald. Öffnungszeiten ab April bis Ende Oktober: mittwochs um 15 Uhr sowie sonntags um 11, 13 und 15 Uhr.

Besonderer Tipp: Am Sonntag, 22. März, gibt es eine Frühlingsführung mit Lesung und Kaffee unter Tage. Titel: „Bergmannslos – Arbeiterlyrik von Kämpchen und anderen“.

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