Im Strom der Zeit

Nur 13 von 21 Prüflingen haben bestanden

Die Plätze im großen Saal in der Waldgaststätte Finkenborn reichten kaum aus, so stark war der Andrang zur Freisprechungsfeier der Elektro-Innung Hameln. Eigentlich ein bester Anlass für Obermeister Alexander Uthe und seinen Vorstand, begeistert zu sein. Doch die Zufriedenheit wurde vom Ergebnis der Prüfung getrübt: Von den 21 jungen Frauen und Männern, die vor dreieinhalb Jahren ihre Ausbildung begonnen haben, meisterten nur 13 die praktische und theoretische Abschlussprüfung mit Erfolg.

So müssen die anderen eine „Ehrenrunde drehen“ und auf die ersehnten Gesellenbriefe noch einige Monate warten. „Keine Frage: Wir können mit diesem Jahrgang nicht zufrieden sein“, machte auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Sebastian Höfer deutlich.

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Die Tätigkeit wird immer gefragt sein

„Sie haben sich für einen ebenso vielseitigen wie interessanten Beruf und vor allem für eine Tätigkeit entschieden, die immer gefragt sein wird“, gratulierte Alexander Uthe den erfolgreichen Absolventen. „Sie haben bei ihrer Berufswahl eine kluge Entscheidung getroffen!“ Zugleich appellierte er an die jungen Gesellen, dem Handwerk treu zu bleiben: „Wir brauchen Sie alle dringend.“ Der Gesellenbrief darf nicht als Freifahrtschein betrachtet werden, mahnte der Innungs-Obermeister. Nur wer sich engagiere und Weiterbildungsangebote nutze, habe die allerbesten Aussichten auf eine sorgenfreie berufliche Zukunft.

Fachkräfte in der Energie- und Gebäudetechnik werden, so Alexander Uthe, immer gefragt sein – ob in der Energie- und Gebäudetechnik, in der Geräte- und Systemtechnik, in der Informations- und Telekommunikationstechnik oder beispielsweise in der Maschinen- und Antriebstechnik. Denn das Tätigkeitsprofil beispielsweise der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik umfasse unter anderen Smarthome, umfangreiche Hausinstallationen, erneuerbare Energien, Brandmeldeanlagen, Sicherheitstechnik und Schaltanlagen.

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So biete der Beruf des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik nicht nur beste Zukunftschancen, er trage vor allem auch enorm viel zur Energiewende bei und sei mehr denn je gefragt. „Viele spannende Aufgaben stehen nun vor Ihnen“, betonte Alexander Uthe. Es gehe um weit mehr als nur darum, Steckdosen, Lichtschalter oder Sicherungen zu montieren. Vielmehr müssten auch komplexe und große energietechnische Anlagen sowie elektronische Steuer- und Regelsysteme zu konfiguriert, installiert und repariert.

In seiner Laudatio würdigte der Obermeister die gute Zusammenarbeit mit der Eugen-Reintjes-Schule. Er dankte den Lehrern mit Torben Uldahl und Thorsten Kleina an der Spitze ebenso wie den Ausbildungsbetrieben und dem Prüfungsausschuss unter Leitung von Sebastian Höfer. Ebenso galt sein Dankeschön den Angehörigen der neuen Gesellen: „Sie alle haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir heute die Freisprechung feiern können.“

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DIE 13 NEUEN GESELLEN

Abdullah Bekler
(Ausbildungsbetrieb: Radio Schulz)

Hagen Bente und Christian Fries
(beide Elektro Mönnich)

Hendrik Hasse
(Pytron Elektro)

Keanu Alec Hennemann, Karsten-David Krüger, Lukas Waßmann
(alle elektroma)

Benjamin Kasperski
(Lücke Elektrotechnik)

Fabian Köhler
(Elektrotechnik Leibing)

Jan Krawietz und Jadon Lapp
(beide Elektro Bergmann)

Ole Petersen
(Elektro Meyer)

Marlon Weitowitz
(elcotec)