Digitalisierung in der Pflege – bei diesem Schlagwort denkt man noch häufig an den viel diskutierten Pflegeroboter. Doch es gibt Softwarelösungen, die leichter zugänglich sind und einen echten Unterschied für den Heimalltag bedeuten. Smarte Software in der Pflege hat das Potenzial, die Mobilität der Bewohner zu steigern, den Alltag sicherer zu machen, die Ernährung zu optimieren und gleichzeitig den Pflegenden mehr Zeit für persönliche Betreuung einzuräumen.
„Viele Patienten wissen gar nicht, welche Angebote sie nutzen können”, sagt LINDA-Apotheker Alexander Daske aus Mannheim. Besonders sinnvoll kann beispielsweise eine Medikationsanalyse sein – etwa bei fünf oder mehr regelmäßig eingenommenen Arzneimitteln, bei chronischen Erkrankungen oder wenn mehrere Ärzte an der Behandlung beteiligt sind. „Dabei prüfen wir unter anderem, ob Wirkstoffe doppelt verordnet wurden, Wechselwirkungen möglich sind oder der Einnahmezeitpunkt angepasst werden sollte”, erklärt der Experte. Hilfreich sei außerdem eine Patientenkartei in der Stammapotheke.
Abstimmung mit den Pflegekassen
Sie erleichtert den Überblick über verordnete Medikamente und hilft dabei, Unstimmigkeiten bei E-Rezepten oder Änderungen der Medikation schneller zu erkennen. „Gerade wenn sich Therapien ändern oder mehrere Ärzte beteiligt sind, erhöht das die Arzneimitteltherapiesicherheit”, so Daske.
Viele Apotheken, insbesondere in weniger dicht besiedelten Regionen, bieten darüber hinaus bestimmte Impfungen, Vitamin-D-, Blutdruck- oder Blutzuckermessungen an und unterstützen Pflegebedürftige bei der regelmäßigen Versorgung mit Pflegehilfsmitteln. Sie helfen oft auch bei der Beantragung der Leistungen und stimmen die Versorgung mit der Pflegekasse ab. Voraussetzung dafür ist, dass die Apotheke entsprechende Verträge mit den jeweiligen Kassen hat. Auch Angehörige profitieren vom Service einer Stammapotheke vor Ort – zu finden beispielsweise unter www.linda.de. Zur Verfügung gestellte Blisterboxen, Beratung zur richtigen Organisation der Medikamente oder die Zusammenarbeit mit Pflegediensten können den Alltag deutlich erleichtern.
Der Stammapotheke treu bleiben
Wer unsicher ist, welche konkreten Leistungen vor Ort verfügbar sind, sollte einfach nachfragen. Hat man eine Apotheke gefunden, deren Angebot die benötigten Services umfasst, sollte man ihr nach Möglichkeit treu bleiben. „Ein guter Apotheker kennt seine Stammkundschaft und weiß, was sie benötigt und worauf zu achten ist”, resümiert der Apotheker.
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