Fakten statt Versprechungen

So finden Betroffene das passende Pflegeheim

Einen Angehörigen in eine Pflegeeinrichtung zu geben ist ein schwerer Schritt, der oft von Zweifeln begleitet wird. Auch weil die Betroffenen selbst meist lieber in den eigenen vier Wänden bleiben würden, mit denen sie Lebensgeschichte und Erinnerungen verbinden. Meist machen die äußeren Umstände einen Umzug notwendig. Manchmal kann die Familie die Betreuung zu Hause alleine nicht mehr leisten. In anderen Fällen sind die Räumlichkeiten nicht auf die Bedürfnisse einer pflegebedürftigen Person ausgerichtet. Aber wie finden Betroffene eine bezahlbare Einrichtung, mit der sich alle wohl fühlen? Die folgenden Tipps geben Hilfestellung.

Was dem einen gefällt, muss für den anderen noch lange nicht passend sein. Somit ist also „ein gutes Pflegeheim“ eine subjektive Empfindung eines jedes Einzelnen. Jeder Mensch hat andere Ansprüche an eine Pflegeeinrichtung. Der eine möchte ein großes Freizeitangebot, der andere legt Wert auf eine gute Küche und viele möchten moderne und helle Zimmer.

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Die wohl schlechteste Art der Heimauswahl ist es, sich auf Zertifikate, Urkunden und schöne Worte der Heimleitung zu verlassen. Besser ist es, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen, indem man der Pflegeeinrichtung einen unangemeldeten Besuch abstattet, andere Heimbewohner und deren Angehörige nach deren Zufriedenheit befragt, herausfindet, welchen Ruf das jeweilige Pflegeheim bei den Nachbarn hat und auch ausführliche Gespräche mit der Heimleitung und der Pflegedienstleitung führt. Zudem ist es sinnvoll, sich das Haus zeigen zu lassen, um sich damit einen Überblick über die Sauberkeit verschaffen zu können, und schließlich auch nachfragen, ob ein Probewohnen für ein paar Tage möglich ist. Lage, Ausstattung und Pflegeangebote sind ebenfalls wichtige Kriterien. Sind Geschäfte, wie Apotheken, Drogerien, Ärzte, Cafés, gut erreichbar? Wie ist das kulturelle Angebot in der näheren Umgebung? Was wird sonst geboten? Zahlreichen Einrichtungenpunkten mit Fernseh-, Hobby- oder Fitnessräumen, einem Hallenbad, einer Cafeteria, Bibliothek, einem Friseur. Für viele ist auch wichtig, ob Haustiere erlaubt sind oder eigene Möbel mitgebracht werden dürfen. Je nach Wunsch und Bedürfnis sollte auch dahingehend nachgeschaut beziehungsweise nachgefragt werden. Das medizinische Angebot und schließlich die Kosten sollten ebenfalls eine große Rolle spielen.

Eine unabhängige Pflegeberatung – zum Beispiel der nächste Pflegestützpunkt – informiert darüber, welche Pflegeheime es in der näheren Umgebung gibt und mit welcher finanziellen Unterstützung durch die Pflegekassen Interessierte rechnen können.