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Gut Holz bei diesen Tischlern aus Hameln-Pyrmont

Bildband statt Ausstellung begeistert

veröffentlicht am 27.07.2020 um 08:37 Uhr

 Das Gruppenfoto der neuen Gesellen der Tischler-Innung ziert auch die Titelseite des ersten Bildbands. Foto: p

Seit 25 Jahren gehört die Ausstellung der Gesellenstücke des Tischlerhandwerks zum Veranstaltungskalender, doch auch die immer wieder beeindruckende Leistungsschau muss Corona Tribut zollen und in diesem Jahr ausfallen.

Das tut den jungen Gesellen ebenso leid wie dem Vorstand und Prüfungsausschuss der Tischler-Innung Hameln-Pyrmont. Doch aus der Not machte die Innung in Zusammenarbeit mit Klassenlehrerin Friederike Brück (Eugen-Reintjes-Schule) und dem Fotografen Alex Mamerzeli eine Tugend: Sie präsentierte zur Freisprechung einen Bildband mit den Porträts der Gesellen und der Vorstellung der Gesellenstücke. „Das ist so gut angekommen“, freut sich Obermeister Eike Jürgens, „dass wir uns vorstellen können, einen solchen Bildband in Zukunft in jedem Jahr zu drucken.

Das Erstlingswerk ist umso beeindruckender, da die Abschlussarbeiten des Tischler-Nachwuchses besonders gelungen sind. „Sie drücken“, so Lehrlingswart Bernhard Albrecht, „die hervorragenden Leistungen dieses Ausbildungsjahrgangs aus“, und Eike Jürgens ergänzt: „Die Prüfungsergebnisse sind die seit vielen Jahren absolut besten!“ Von den neun Absolventen konnten Jürgens und Albrecht gemeinsam mit Friederike Brück sogar einen mit einer kaum zu toppenden Abschlussnote auszeichnen: Johannes Beerbaum hat in seinem Gesellenbrief sowohl für den praktischen als auch den theoretischen Bereich eine glatte „1“ stehen.
      

Schade, dass wir ihm nicht in einer ansonsten üblichen großen Freisprechungsfeier gratulieren konnten“, bedauert Eike Jürgens. Denn die Übergabe der Zeugnisse und Gesellenbriefe musste coronabedingt in kleinem privaten Rahmen erfolgen. Deshalb auch gab es nicht das obligatorische Gruppenbild mit Innungsvorstand, Prüfungsausschuss, Lehrern der Eugen-Reintjes-Schule und Vertretern der Ausbildungsbetriebe. Bernhard Albrecht: „An der kleinen Notfeier durften gezwungenermaßen weder Familienangehörige noch Vertreter der Betriebe teilnehmen“. So habe der Innungsvorstand auch nicht wie üblich allen für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung in den vergangenen drei Jahren danken können. „Ohne die“, macht der Obermeister deutlich, „ist eine so erfolgreiche Ausbildungszeit nicht möglich!“. Seine Hoffnung: Die jungen, so verheißungsvoll in ihren Beruf gestarteten Gesellen bleiben dem Tischlerhandwerk treu, ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und nutzen stattdessen alle Weiter- und Fortbildungsangebote. hek
         

Die neuen Gesellen der Tischler-Innung

Hameln-Pyrmont

Marius Fieberg
(Tischlerei Nut und Feder, Bad Münder)

Johannes Beerbom
(Tischlerei Nut und Feder, Bad Münder)

Tim Schirmag
(Tischlerei Schirmag, Groß Berkel)

Youssef Ayan
(Tischlerei Haus und Holz, Hameln)

Louis Frede
(Tischlerei Bente, Bad Pyrmont)

Yannick Lay
(Schlieter und Klein GbR, Hameln)

Maurice Möller
(Tischlerei Hoff, Hessisch Oldendorf)

Ahmad Tahiri
(Tischlerei Kühn, Flegessen)

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