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Ein Quartett für den Stahl

Kleiner Jahrgang, gute Leistungen und noch bessere Perspektiven

veröffentlicht am 22.02.2021 um 06:48 Uhr

Metallhandwerke Hameln-Pyrmont

Ein kleiner Jahrgang, sehr klein. Ich kann mich nicht erinnern, jemals weniger Auszubildende freigesprochen zu haben“, sagt Manfred Uhlit. Der Obermeister der Innung der Metallhandwerke Hameln-Pyrmont war dennoch guter Dinge, denn das Quartett Felix Frost, Mark Darscht, Alessandro Pastore und Louis Diekmann hatte gerade seine Prüfung bestanden und nahm die Glückwünsche von Uhlit und Lehrlingswart Frank Pape in den Räumen der Eugen-Reintjes-Schule entgegen. Vier junge Männer also nur. Das ist wenig. Aber die Leistungen stimmten. „Ihnen steht die Tür zur erfolgreichen Zukunft weit offen. Facharbeiter, gut aus- und weitergebildet, werden in unserem Berufsfeld immer gesucht“, so Uhlit. Letztlich sei das, was hier aus Stahl geschaffen werde, vor allem auch eine sehr langlebige Sache. „Auf exakt ausgeführte Arbeiten, an denen die Kunden noch viele Jahre später Freude haben, darf man wahrlich stolz sein.“

Frank Pape, Lehrlingswart der Innung, kann dem Obermeister nur zustimmen. Pape wünscht sich, dass es künftig wieder mehr Auszubildende im gesamten Handwerk geben wird. Bislang würden kaum aussagekräftige Bewerbungen auf den Tisch flattern. Dabei stimme der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ noch heute. „Gute Handwerker sind zu jeder Zeit gefragt und haben beste berufliche und krisensichere Perspektiven“, betont Pape. Und: „Ein Handwerk ohne Lehrlinge gibt es nicht. Betriebe müssen ihren Nachwuchs ausbilden.“
  

Gleichwohl räumt der Lehrlingswart ein, dass es aktuell schwieriger ist, den Kontakt zwischen Ausbilder und Lehrling herzustellen. Ausbildungsmessen, Praktika, einfach mal vorbeischauen in einem Betrieb – das sei zurzeit nicht möglich. Er und seine Kollegen hoffen auf Bewerbungen von Schulabsolventen, die Freude an einem Handwerk haben. sar/ey
 

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