weather-image
24°
Anzeige

Die klassische Wanne ist passé

Spezialisierte Handwerker helfen beim Umbau des Badezimmers

veröffentlicht am 6.08.2020 um 05:28 Uhr

 Für einen Badumbau kann man sich Unterstützung holen – technische und finanzielle. FOTO: GABI LOKE/BE.P

Händewaschen, Körperpflege, Toilettengang – das Badezimmer nutzt man mehrmals täglich. Umso wichtiger ist es, dass alle Abläufe bequem und sicher vonstattengehen können. Spätestens dann, wenn es schwer fällt, in die Badewanne zu kommen und wieder heraus, ist es an der Zeit, über eine barrierefreie Anpassung nachzudenken.

Wer beim Bau des Hauses bereits Vorsorge für diesen Fall getroffen hat, wird jetzt dankbar sein: Die Badezimmertür ist ausreichend breit und nach außen öffnend. Rutschhemmende Fliesen wurden verwendet. Das Bad bietet Platz für das Rangieren mit dem Rollstuhl. Doch ist die Höhe des Waschtisches so gewählt, dass eine im Rollstuhl sitzende Person den Wasserhahn gut erreicht? Ist das WC erhöht angebracht, und unterstützt ein Haltegriff die sichere Benutzung?
     

Die Badewanne wird einer bodengleichen Dusche weichen. Sie kann durch Klappsitz, Duschhocker oder zumindest einen Haltegriff ergänzt werden, wenn längeres Stehen nicht mehr möglich ist oder der Benutzer leicht die Balance verliert. Alternativ kann man sich für eine Seniorenbadewanne mit Tür entscheiden. Dafür eine Wohnberatung in Anspruch zu nehmen, ist sinnvoll, weil es verschiedene Lösungen zur Vermeidung von Barrieren gibt – aber nicht alle passen überall.

Informieren kann man sich unter www.wohnungsanpassung-bag.de. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung hat Anlaufstellen in allen Bundesländern. Vor dem Umbau empfiehlt sich zudem ein Blick ins Portemonnaie oder aufs Bausparkonto. Ist der Bausparvertrag bald zuteilungsreif, kann das Darlehen für den Umbau verwendet werden. Einen Zuschuss gibt es von der Förderbank KfW, wenn ein Fachunternehmen den Umbau vornimmt. Unter www.barrierefrei.de findet man in seinem Postleitzahlenbereich entsprechend spezialisierte Handwerker. Soll das Bad in einer Mietwohnung angepasst werden, ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich. be.p
     

GUTER RAT:

Wer Haus oder Wohnung barrierefrei anpassen will, kann dafür verschiedene Unterstützungen bekommen. Lebt im Haushalt eine Person mit einem Pflegegrad, kann sich die Pflegekasse an den Umbauten mit bis zu 4000 Euro pro Maßnahme beteiligen.

Wer einen geförderten Eigenheimrenten-Vertrag oder einen klassischen Bausparvertrag hat, kann das Geld ebenfalls in die Barrierereduzierung investieren. Zudem hat der Bund jetzt zusätzlich 50 Millionen Euro für Barriere reduzierende Maßnahmen locker gemacht. Anträge auf einen Kredit aus dem KfW-Programm Altersgerecht Wohnen beziehungsweise auf einen Zuschuss für Barriereabbau sind so lange möglich, bis die Mittel aufgebraucht sind.

Unter www.kfw.de findet man alle möglichen Förderungen. Kredite sind über Bank oder Bausparkasse zu beantragen. Den Investitionszuschuss von bis zu 6250 Euro für den Barriere reduzierenden Umbau beantragt man direkt bei der KfW. Vor dem Umbau empfiehlt sich eine Beratung.

Unter der Webadresse www.wohnungsanpassung-bag.de stehen – nach Bundesländern geordnet – die Kontakte der Wohnberatungsstellen. be.p

  Sonderveröffentlichungen