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Dachdecker-Innung Hameln-Pyrmont: Sechs sind obenauf  

Nach drei Jahren Ausbildung gut gerüstet

veröffentlicht am 20.07.2020 um 12:49 Uhr

 Die neuen Dachdecker-Gesellen mit ihrem Praxislehrer, Dachdeckermeister Moritz Bökenkamp (links) und dem stellvertretenden Obermeister Stefan Bollwitte (rechts). Foto: hek

Kaum hatten sie sich von der praktischen Abschluss-Prüfung erholt, da durften sie schon ihre Gesellenbriefe in Empfang nehmen: die sechs neuen Gesellen des Dachdecker-Handwerks. Auch bedingt durch Corona verzichtete die Dachdecker-Innung Hameln-Pyrmont auf eine große Feier, und so wurde der Abschluss der dreijährigen Ausbildung für die jungen Männer kaum mehr als ein üblicher letzter Schultag mit Zeugnisübergabe.
 

Dabei konnte die Innung durchaus zufrieden sein. Auch wenn drei Auszubildende die Prüfungen nicht schafften und so ihre Lehre um ein halbes Jahr verlängern müssen: Die Anzahl von sechs neuen Gesellen beweist, dass das Dachdecker-Handwerk wieder gefragter als in vielen Jahren zuvor ist. Damit liegt Hameln durchaus im Bundestrend. Denn der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) verbucht jüngst einen Anstieg der Auszubildenden in seinen Betrieben.
 

Moritz Bökenkamp zeichnet Florian Heise als Jahrgangsbesten aus. Foto: hek
Moritz Bökenkamp zeichnet Florian Heise als Jahrgangsbesten aus. Foto: hek

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung: Auch weiterhin benötigen die Dachdeckerbetriebe dringend junge Frauen und Männer, die ein Handwerk erlernen möchten. Wer sich für eine solche Ausbildung entscheidet, startet in einen überaus vielseitigen und anspruchsvollen Beruf. Denn Dachdecker leisten viel mehr, als nur Dachziegel zu verlegen. Gleichzeitig sind sie Klimaschützer, indem sie Photovoltaikanlagen planen und installieren, sie schaffen reizvolle Ruhezonen, begrünen Flachdächer oder bauen Dachterrassen zum Freiluft-Wohnzimmer aus. Und selbst ein künstlerisches Händchen ist in diesem Beruf gefragt, beispielsweise bei der Gestaltung detailreicher Schiefer-Ornamente. Schon während der Ausbildung profitieren angehende Dachdecker von einer abwechslungsreichen Tätigkeit und einer guten Bezahlung.
 

Mit dem Abschluss in der Tasche bieten sich vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten, bis hin zum Meisterabschluss und einem eigenen Betrieb. Als Jahrgangsbesten konnten diesmal Praxislehrer Moritz Bökenkamp (Eugen-Reintjes-Schule) und der stellvertretende Obermeister Stefan Bollwitte Florian Heise auszeichnen. Er machte seine Ausbildung bei Hermann Dachbau in Dohnsen und erhielt nun als Belohnung für seine Leistungen in Theorie und Praxis einen wertvollen Dachdeckerhammer. hek


Die neuen Gesellen

Welit Akcay (Ausbildungsbetrieb: Dachdeckerei Kastner, Hameln)
Florian Heise (Hermann Dachbau GmbH, Dohnsen)
Fabian Küfner (Dachdeckerei Wernitz, Bad Pyrmont)
Marvin Löpprich (Dach-Steingrand GmbH, Salzhemmendorf)
Bennett-Christopher Pätzel (Lücke Dachpartner, Hehlen)
Adrian Yarek Schmidt (Dachprofi, Ottenstein)

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